175 Jahre Hamburg verbunden

Eine Geschichte, die in die Zukunft weist

Mit der Gründung der Hamburger Gascompagnie im Jahr 1844 wurden die Grundlagen gelegt, dass in Hamburg erstmals die Gaslaternen angingen. Sie warfen ein weit sichtbares Licht auf eine neue Epoche der Industriegeschichte. Denn Wohnungen wurden wohlig warm. Die Wirtschaft wuchs.

Seit 175 Jahren sind wir nah am Kunden, finden Lösungen und entwickeln unser Netz gemeinsam mit Stadt und Bürgern weiter. Für die Gasnetz Hamburg GmbH ist das Jubiläum Anspruch und Verpflichtung: Als städtisches Unternehmen versorgen wir Hamburg und seine Wirtschaft – nachhaltig und sicher. Und gestalten den Wandel – damals wie heute.

Die Geschichte der Hamburger Gasversorgung

Die Jahre 1850 bis 1889

Die Vorgeschichte

1818-1838: Der Hamburger Senat prüft die Zweckmäßigkeit der Straßenbeleuchtung mit Gaslaternen. Gastwirt Peter Ahrens – „Der Hein mit dem Gas“ – errichtet 1823 in seinem Tanz-Etablissement in der Neustadt die erste Gasbeleuchtung. In seinem Keller destilliert er Leuchtgas aus Steinkohle.

1839-1843: Wohlhabende Bürger gründen den „Verein Gas-Compagnie“ und bieten dem Senat den Aufbau einer öffentlichen Gasversorgung an. Der Große Brand zerstört ab dem 5. Mai 1842 vier Tage lang große Teile der Innenstadt. Die Katastrophe ebnet aber auch den Weg für eine moderne städtische Infrastruktur

 

Moderne Infrastruktur mit britischer Technologie

1844-1849: Am 26. August 1844 beginnen auf dem Grasbrook die Bauarbeiten für das erste Gaswerk. Am 4. Oktober 1845 erleuchten die ersten öffentlichen Gaslaternen Hamburgs Straßen. Wenige Wochen später zerstört eine Sturmflut die neue Gasanstalt. Beim Neuaufbau plant der englische Ingenieur William Lindley das Werk flutsicher auf Pfählen 22 Fuß über der Elbe. Am 5. September leuchtet das Gaslicht wieder. Hamburgs neue Strahlkraft begeistert. Das Gaswerk wird zur Ikone des Industriezeitalters.

1850-1873: Gasbeleuchtungen erobern öffentliche Gebäude. Der Bunsenbrenner von 1855 liefert die Grundlage für Kochen und Heizen mit Gas. In der Katharinenkirche spendet 1856 die erste öffentliche Gasheizung Wärme. Das Rohrnetz wächst auf 250 Kilometer Länge und speist fast 10.000 öffentliche und private Laternen. Zur Reichsgründung gehören neben Hotels, Wirtschaften, Verkaufsläden und Tanzsälen auch wohlhabende Privatkunden und einige Industriebetriebe zu den Abnehmern.

 

Hamburg verpachtet Gaswerke – Arbeitskampf

1874-1889: Die Gas-Companie hat Netz und Gaswerke aufgebaut – jetzt läuft ihr Vertrag aus. Die Stadt setzt als Pächter den ehemaligen Direktor der Berliner Gaswerke, Carl Haase, ein. Als zweite große Kokerei geht das Gaswerk Barmbek in Betrieb – und bleibt bis 1960 am Netz. Bis 1889 versorgt das Netz 22.322 Straßenlaternen, 335.000 Privatflammen und 332 Gasmotore für Industriezwecke.

1890: Die harten Arbeitsbedingungen der Gasarbeiter lösen Arbeitskämpfe aus: Mitarbeiter schuften in 12-Stunden-Schichten für Niedriglöhne. Der Konflikt eskaliert. Das Gros der Belegschaft in Grasbrook und Barmbek tritt am 10. Mai in den Ausstand. Als die Beleuchtung zeitweise ausfällt, wird der Arbeitskampf öffentlich sichtbar. Doch die wirtschaftliche Not zwingt die Arbeiter nach 20 Tagen zurück an ihre Arbeitsplätze. So endet der Arbeitskampf ohne Ergebnis. Was bleibt ist die Solidarität der Gaswerker. 

Die Jahre 1891 bis 1913

Die Stadt Hamburg übernimmt die Gaswerke

1891-1909: Hamburgs Finanzdeputation übernimmt die Gaswerke und führt sie in Direktregie. Hamburgs Einwohnerzahl und Gasnetz wachsen Hand in Hand: Mit 67.929 Gasmessstellen hat sich die Zahl der Verbraucher zwischen 1880 und 1900 verdreifacht. Als dritte Großanlage produziert die „Gasanstalt am Billwerder Ausschlag“ Stadtgas – 1911 wird sie in „Tiefstack“ umbenannt und bleibt bis heute zentraler Standort. Ein Einheits-Gastarif von 14 Pfennig pro Kubikmeter vereinfacht die Abrechnung. Mit Münzzählern erhalten Familien ab 1906 Gas für 16 Pfennig. Das Gasglühlicht revolutioniert 1908 die Beleuchtung – Laternen werden heller und sparen Brennstoff. Europas größter Gasbehälter auf dem Grasbrook stürzt 1909 wenige Tage nach Inbetriebnahme beim Auffüllen ein. Die dabei ausgelöste Explosion tötet 20 Menschen und verletzt weitere 50 Gaswerker.

1910: Am 4. November bricht bei Bohrungen zur Trinkwasserversorgung in Neuengamme die Erde auf: Deutschlands erste Erdgasquelle wird entdeckt. Sie entzündet sich und brennt als „Flammenkreuz von Neuengamme“ wochenlang. Das Schauspiel lockt Tausende. Zwei Jahre später schließen die Gaswerke die Quelle über eine 15 Kilometer lange Leitung ans Netz an. Über die Gaswerke Tiefstack, Grasbrook und Barmbek mischt das Unternehmen dem Stadtgas bis zu 20 Prozent Erdgas bei. Die Neuengammer Quelle liefert über einen Zeitraum von 20 Jahren etwa 2,24 Milliarden Kilowattstunden Energie.

1914-1923: Im ersten Weltkrieg geht der Gasverbrauch zurück, doch auch die Lieferung britischer Kohle endet im Juni 1914. Hamburg drosselt die öffentliche Beleuchtung und ruft zur Sparsamkeit auf. Die Erdgasquelle hält die Versorgung am Laufen. Gegen Kriegsende arbeiten erstmals Frauen bei den Hamburger Gaswerken. Die Nachkriegsinflation treibt die Gaspreise.

Die Jahre 1924 bis 1944

Hamburger Gaswerke als städtische GmbH und Fernversorger

1924-1927: Hamburg wandelt seine Gaswerke in eine GmbH um. Das Unternehmen gewinnt Investitionsfreiheit und steigt zum größten Versorgungsunternehmen im Norden auf. Gewerbe und Industrie sind wichtigste Neukunden. Die Hamburger Gaswerke (jetzt HGW genannt) versorgen 1927 bereits 28 Gemeinden außerhalb Hamburgs. Das Gaswerk Finkenwerder startet im Süden der Stadt – es bleibt nur bis 1934 in Betrieb.

1928-1932: Fernversorgung und industrieller Aufschwung beleben die Nachfrage nach Gas. Erzeugung und Speicherkapazitäten wachsen. Eine hochmoderne Braunkohle-Wassergasanlage entsteht in Tiefstack – mit Norddeutschlands größtem Scheibengasbehälter, der 225.000 Kubikmeter Stadtgas fasst. Eine radikale Sparpolitik führt in der folgenden Weltwirtschaftskrise zu Lohnsenkungen. HGW-Beschäftigte büßen rund 20 Prozent ihrer Bezüge ein. Dennoch wächst das Unternehmen: Bis 1932 beliefern die HGW sechs Städte und 52 Gemeinden im Umland mit Gas.

Die Gaswerke unter dem Hakenkreuz

1933-1938: Der Nationalsozialismus wirft das Unternehmen zurück: Geschäftsführer Heinrich Schumann und Prokurist Max Schau kommen in Haft. Der Eilbeker NSDAP-Kreisvorsitzende Wilhelm Nowakowski übernimmt die Geschäftsführung zusammen mit einem Parteimitglied. Sie ersetzen den Betriebsrat durch einen linientreuen „Vertrauensrat“. Mindestens 65 Mitarbeiter entlässt das Unternehmen aus politischen Gründen. Die Führung schafft „Gefolgschaft“ über ein System aus Anreizen und Strafen, Gehaltskürzungen und Entlassungen. Denunziationen führen zu Verhaftung und in Einzelfällen bis zur KZ-Haft. Karrieren machen jetzt NSDAP-Mitglieder.

1939-1944: Das für die Aufrüstung wichtige Energieversorgungsunternehmen verlängert ab Kriegsbeginn im September 1939 die wöchentliche Schichtarbeitszeit von 48 Stunden auf 56 Stunden. Bei Luftangriffen der „Operation Gomorrha“ im Juli 1943 sterben 70 HGW-Mitarbeiter und eine unbekannte Zahl von Zwangsarbeitern auf den Werksgeländen. Weil die Anlagen weitgehend zerstört sind, kann die Stadt nur notdürftig mit Gas versorgt werden. 1944 zerstört ein Luftangriff auch den Gasbehälter Tiefstack.

Die Jahre 1945 bis 1961

Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

1945-1953: Die Hamburger Gaswerke erleben ihr 100-jähriges Bestehen in den Trümmern der zerstörten Stadt. Ein halbes Jahr lang stoppt die Gasversorgung. Die Wiederherstellung beginnt umgehend – und dauert bis Ende 1949 an. Das Stammwerk Grasbrook wird 1953 mit den Geldern aus dem Marshallplan umfassend saniert und erweitert.

1954-1961: Öffentliche Betriebe in Hamburg folgen 1954 dem Streikaufruf der ÖTV: 13.000 Beschäftigte von Hochbahn, Wasser- und Gaswerken treten in den Ausstand. Nach neun Tagen einigen sich die Tarifparteien. In Hamburg beeinträchtigt der Streik das öffentliche Leben, doch die Arbeitnehmer profitieren angemessen am wirtschaftlichen Aufschwung. Mit der Großkokerei Kattwyk geht 1960 Europas größte und modernste Anlage ihrer Art in Betrieb. Die effizientere und umweltfreundlichere Technik ersetzt die veralteten Gaswerke Barmbek und Tiefstack. Die HGW startet den Bau moderner, dezentraler Heizkraftwerke. Die neue Wohnsiedlung Hohenhorst profitiert als erste. Die Vollbeschäftigung der Wirtschaftswunderjahre zieht Gastarbeiter nach Deutschland. Die HGW stellen 1961 Arbeitskräfte aus der Türkei ein – zunächst für ein Jahr. In einem Wohnheim auf dem Werksgelände Tiefstack stellt das Unternehmen Unterkünfte.

1962: Bei der großen Sturmflut im Februar 1962 brechen Hamburgs Deiche an mehr als 60 Stellen. Die Katastrophe fordert in der Hansestadt 315 Todesopfer. Auch Hamburgs Gasversorgung wird beschädigt. In den elbnah gelegenen Gewerken Grasbrook und Kattwyk sind die Schäden am größten.

Die Jahre 1963 bis 1980

Aufbruch ins Erdgas-Zeitalter

1963-1967: Erdgas gilt nach weltweiten Funden als Energiequelle der Zukunft. Ein Erdgasliefervertrag mit der Brigitta-Elwerath-Betriebsführungsgesellschaft (BEB) ist 1964 der Startschuss für den Brennstoffwechsel: Das Gas aus Niedersachsen strömt wenige Tage später durch Teile der Hamburger Versorgungsleitungen. Mit dem „Hamburger Ring“ geht eine 135 Kilometer lange, ringförmige Transportleitung an der Peripherie in Betrieb. Erdgas löst einen erheblichen Strukturwandel aus. Rationalisierungsmaßnahmen machen Kokereien wie Grasbrook und Kattwyk für die letzten Jahre ihres Betriebs zwar sauberer und sicherer, doch bis zur endgültigen Schließung fallen Schritt für Schritt Stellen weg. Der Betriebsrat erarbeitet gemeinsam mit der Unternehmensführung Lösungen, um die Folgen zu mildern, darunter Vorruhestandsregelungen und Umschulungen.

1968-1970: Technische Neuerungen verändern viele Arbeitsfelder. Im Januar 1968 starten die Gaswerke die elektronische Datenverarbeitung. Gas- und Wärmeabrechnungen erstellen die Mitarbeiter jetzt per Computer. 1969 feiern die HGW ihren 125-jährigen Geburtstag. Die Festschrift ziert das Motto: „Mit Erdgas in die Zukunft“. Im Jubiläumsjahr sind schon 75.000 Haushalte auf Erdgas umgestellt. Zunächst versorgt das fossile Gas Großraumsiedlungen, Wohnanlagen und öffentliche Einrichtungen.

1973-1980: Im Frühjahr 1973 gehen in Reitbrook im Südosten Hamburgs gleich zwei hochmoderne Anlagen in Betrieb: Eine Erdgasübernahmestation bereitet den Brennstoff fürs städtische Netz vor. Ein unterirdischer Erdgasspeicher lagert die Energiemenge, die Hamburg heute in einem Dreivierteljahr verbraucht. Nach 132 Jahren schließt 1976 mit Grasbrook die letzte Großkokerei. Kattwyk und Tiefstack versorgen die verbleibenden Stadtgas-Bereiche.

Mit der Kult-Marke „Hein Gas“ in die 80er

1981-1988: Über 17 Jahre hat der Brennstoffwechsel vom Stadt- zum Erdgas gedauert. 1981 verschwinden die letzten Gaslaternen. Nach dem Wandel kommt die Marke „Hein Gas“ – modern, klimafreundlich und kundennah. Das Netzgebiet wächst in Schleswig-Holstein und Niedersachsen auf 107 Städte. 1987 zieht die Hein Gas Hauptverwaltung nach Hammerbrook. Drei neue Technologien treibt das Unternehmen 1988 voran: Industrieabwärme heizt jetzt Wohnungen, wie in der 600 Einheiten umfassenden Anlage Lyserstraße in Bahrenfeld. Als „Zukunftsorientierte EDV-Landschaft“ entstehen ein Netzinformationssystem, ein Netzleitsystem zur Steuerung der Gasflüsse und zentrale Leittechnik für die Wärmeerzeugungsanlagen. Bei den Umwelttechnologien testet Hein Gas neben Klär- und Deponiegasen erstmals Wasserstofftechnik.

Die Jahre 1989 bis 2009

Privatisierung und Innovation

1989-1995: Hamburg beteiligt ab 1989 private Energieunternehmen an Hein Gas. 54,9 Prozent gehen an das städtische Elektrizitätswerk HEW. Zehn Prozent verbleiben bei der Stadt. Nach der Wende baut Hein Gas die Erdgasversorgung in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg mit auf. Mit einer Wärmeleitung von der Müllverbrennung Stapelfeld nach Hamburg steigt Hein Gas ins Fernwärmegeschäft ein. 10.000 Wohnungen nutzen die Abwärme.

1996-2000: Änderungen des Energiewirtschaftsrechts bringen Bewegung in den Markt. Preis, Service und Qualität gewinnen an Bedeutung. Die Stadt veräußert ihre restlichen Hein Gas- Anteile an die HEW. Die erste Wasserstofftankstelle Europas auf dem Betriebshof Tiefstack sorgt 1999 für Schlagzeilen. Die Liberalisierung verändert 2000 den Deutschen Energiemarkt nachhaltig. HEW als Mehrheitsgesellschafter veräußert Hein Gas-Anteile an den neuen Konzern E.ON.

Kontinuität unter neuen Namen

2001-2009: Hein Gas und ihr Tochterunternehmen HanseGas fusionieren mit der Schleswag: Die E.ON Hanse AG entsteht am neuen Hauptsitz Quickborn. Auch privatisiert zeigt sich Hamburgs Gasversorger als starker Partner für die Ausbildung junger Menschen in der Region Hamburg. Die Brennstoffzellen bleiben ein Technologieschwerpunkt: E.ON Hanse nimmt 2006 mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt eine Brennstoffzelle in Betrieb. Auf dem Betriebsgelände Reitbrook startet 2008 die Mikroalgenforschung. Doktoranden entwickeln hier bis heute Verfahren, wie Algen aus CO2 in Abgasen Biomasse produzieren. Beim Großversuch „Callux“ erweitert E.ON Hanse den Testeinsatz von Erdgas-Brennstoffzellen – sogar auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers.

2010-2013: Das Hamburger Gasnetz heißt nun Hamburg Netz: Die Trennung von der Schleswig-Holstein Netz AG erfordert auch die Trennung des Rohrnetzes. Die Hansestadt Hamburg verstärkt 2011 die Kooperation mit Hamburg Netz über eine städtische Beteiligung von 25,1 Prozent der Geschäftsanteile. Bio-Methan aus der Kläranlage Köhlbrandhöft speist ab 2012 ins Netz. Die Bürgerinitiative „Unser Hamburg – unser Netz“ bereitet einen Volksentscheid für 2013 vor, um Strom-, Wärme- und Gasnetz komplett in kommunale Hand zu überführen. Olaf Scholz nimmt 2013 als damaliger Erster Bürgermeisten den Spatenstich für eine Power-to-Gas Anlage in Reitbrook vor. Die Diskussion um den Nutzen der Rekommunalisierung von Hamburgs Energienetzen hält bis zum Wahltag an. Am 22. September 2013 stimmen 444.352 Bürgerinnen und Bürger, also eine knappe Mehrheit von 50,9 Prozent, für den Rückkauf der Netze.

Die Jahre 2014 bis 2018

Gasnetz Hamburg wird wieder städtisches Unternehmen

2014-2017: Hamburg Netz hatte durch seine Ausgliederung von E.ON Hanse bereits seine Netzstruktur technisch vom Konzern abgekoppelt. Jetzt folgt der Aufbau vieler interner Bereiche, die das Unternehmen noch vom Konzern bezogen hatte. Der Gasnetzbetreiber sucht den engen Schulterschluss mit dem bereits rekommunalisierten Stromnetz: Wer einen Neubau anschließen will, kann über das gemeinsame Online-Portal beide Anschlüsse beantragen. Die Bau- und Leitungsarbeiten koordinieren die Unternehmen. Ab 2017 verlagert Hamburg Netz viele Arbeitsplätze aus der früheren E.ON Hanse Zentrale Quickborn nach Tiefstack.

2018: Pünktlich zum Jahresanfang startet Gasnetz Hamburg als 100-prozentiges Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Mit dem technischen Geschäftsführer Udo Bottlaender leitet ein erfahrener Manager das Unternehmen, der unter Anderem bereits Hamburg Netz geführt hat. Als kaufmännischer Geschäftsführer kommt Christian Heine an Bord, der als Mitglied der Geschäftsführung von Stromnetz Hamburg und aus früherer Leitungsfunktion bei der Hamburger Gesellschaft für Vermögens- und Beteiligungsmanagement mbH (HGV) eine umfassende Expertise bei kommunalen Energieinfrastrukturen mitbringt. Die zentrale Meldestelle Gas und die Netzführung von Stromnetz Hamburg ziehen gemeinsam unter ein Dach. An 365 Tagen rund um die Uhr überwachen hier beide Unternehmen den Betrieb ihrer Netze, nehmen Störungsmeldungen entgegen und koordinieren den Einsatz von Bereitschaftskräften.

2019: Gasnetz Hamburg feiert als kommunales Nachfolgeunternehmen der einstigen Hamburger Gas-Compagnie das Jubiläum: 175 Jahre Hamburg verbunden. Das Unternehmen blickt aber nicht nur in die Historie sondern bereitet sich bereits intensiv auf Zukunftsthemen vor. Im Fokus stehen Themen wie Digitalisierung bei Kundendialog und zur Netzüberwachung. Mit mehr erneuerbarer Energie im Gasnetz will das Unternehmen seine Rolle für den Klimaschutz in der Hansestadt deutlich ausbauen. Dabei stehen Bio-Methan und Wasserstoff-Technologie im Mittelpunkt.