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Zusammenarbeit der Energienetze

Schulung bei der Feuerwehrakademie Hamburg: Simulierter Brand einer Hochdruck-Gasleitung

Gasnetz Hamburg schult Stromnetz-Kollegen der gemeinsamen Meldestelle

• Simulierte Gasbrände bei der Feuerwehrakademie
• Fachlicher Austausch für gemeinsame Schadensaufnahme
• Versorgungssicherheit für Hamburgs Bürger im Fokus

Hamburg-Tiefstack. Für den sicheren Betrieb der Versorgungsnetze betreiben Stromnetz Hamburg und Gasnetz Hamburg seit Februar 2018 eine gemeinsame zentrale Meldestelle in der City Nord. Jetzt schult Gasnetz Hamburg die dort eingesetzten Stromnetz-Kollegen zu allen Sicherheitsbelangen der Hamburger Gasversorgung. An vier Terminen lernen 30 Elektrizitätsexperten die Grundlagen für den sicheren Betrieb der Gasversorgungs-Infrastruktur kennen.

Eine riesige Feuerfontäne schießt aus einer Bodengrube in die Höhe. Zehn Stromnetz-Fachleute blicken staunend in das Flammenmeer. In einer praktischen Schulungseinheit auf dem Gelände der Feuerwehrakademie Hamburg in Billbrook zeigt Rohrnetz-Instandsetzungsleiter Lars Jorga die Folgen eines Brandes an einer Gas-Hochdruckleitung. Der simulierte Fall ist in der Praxis äußerst unwahrscheinlich. Doch er illustriert eindrucksvoll, welche Energiemengen aus einem Leitungsleck an die Oberfläche strömen könnten.

Zurück im Schulungsraum in Hamburg-Tiefstack führen die Schulungsreferenten Bernd Langhein und Lars Jorga durch sämtliche Komponenten der Gas-Infrastruktur: Die Stromnetz-Kollegen lernen hier, dass die Versorgung über drei Druckstufen erfolgt: Hoch-, Mittel- und Niederdruckleitungen. Darüber hinaus lernen die Teilnehmer die Sicherheitsbaugruppen kennen, die einen typischen Niederdruck-Hausanschluss bei Störungen gegen Gasaustritt absichern. Die häufigsten Leitungsschäden, so der erfahrene Gas-Sachverständige Langhein, verursachten Baggerarbeiten. So genannte Gas-Strömungswächter sperren hier bei modernen Anschlüssen die Leitung selbsttätig ab.

Peter Brandt-Gacki, Koordinator im Störungsmanagement des Gasnetzes, zeigt den Teams der Strom-Meldestelle, wie die Technikerteams die Schäden an den Rohrleitungen beheben. Rund um die Uhr sind bei Gasnetz Hamburgt Teams in Bereitschaft, um bei Schäden Gefahren abzuwehren und die Versorgung zeitnah wiederherzustellen. Das in der Feuerwehrakademie Hamburg simulierte Flammen-Szenario stellt daher eine äußerst unwahrscheinliche Extremsituation dar.

„Die enge Zusammenarbeit von Strom- und Gasnetz bietet nicht nur Kostenvorteile für die Kunden“, betont Christian Heine, kaufmännischer Geschäftsführer der Stromnetz Hamburg GmbH und Gasnetz Hamburg GmbH. „Sie bietet auch klare Vorteile hinsichtlich der Betriebssicherheit.“

Udo Bottlaender, technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg, ergänzt: „Dass unsere Gas-Störungsannahme mit den Netzführungskollegen von Stromnetz Hamburg unter einem Dach sitzt, ist die optimale Basis für eine koordiniere und effizient Schadensbeseitigung. Die aktuellen Schulungen helfen den Kollegen, die Maßnahmen des Schwesterunternehmens zu verstehen und bei Schäden beider Netze noch besser zusammenzuarbeiten. Davon profitieren Hamburgs Bürgerinnen und Bürger durch eine noch bessere Versorgungssicherheit.“

Im Vergleich mit anderen Großstädten nimmt Hamburg bereits heute einen Spitzenplatz bei der Zuverlässigkeit der Gasversorgung ein. Störungsbedingte Versorgungsunterbrechungen betrugen 2017 pro Anschluss nur acht Sekunden. Im Bundesdurchschnitt lagen sie dagegen bei knapp einer Minute.