Für Sie erreichbar

Wir sind gerne für Sie erreichbar. Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

UNESCO Tag des Lichts am 16. Mai

Noch in den 50er Jahren prägten Gaslaternen das Straßenbild in Hamburg, wie hier am Hafen. Foto: Archiv, Gasnetz Hamburg.

Gasnetz Hamburg erinnert an Anfänge vor 175 Jahren

• Vertragsunterzeichnung im Jahr 1844 sicherte Beleuchtung
• 9.000 Gaslaternen sorgten für Licht auf Hamburgs Straßen
• Gasversorgung führte Industrie und Bürger in die Moderne

Hamburg. Am 16. Mai rückt die UNESCO mit dem Internationalen Tag des Lichts die Bedeutung der Beleuchtung ins Bewusstsein. Gasnetz Hamburg erinnert an diesem Gedenktag an seine Ursprünge: Vor 175 Jahren, im Jahr 1844 gründete sich die Hamburg Gas-Compagnie. In den folgenden Jahren erstrahlten Hamburgs Straßen im Licht der Gaslaterne. Die Gasversorgung gab Industrie und Bürgern einen gewaltigen Schub auf dem Weg in die Moderne. In diesem Jahr feiert Gasnetz Hamburg als Nachfolge-Unternehmen der Gas-Compagnie sein 175-jähriges Jubiläum. Auch wenn Gaslaternen in der Hansestadt Geschichte sind, war die Beleuchtung über viele Jahrzehnte eine wichtige Facette der Hamburger Gasversorgung.

Nach der Unterschrift unter der Gründungsurkunde im März 1844 ging alles sehr schnell. Schon im Herbst des Folgejahres brannten in Hamburg die ersten Gaslaternen – wegen Sturmflutschäden jedoch nur für wenige Wochen. Die Gas-Compagnie gewann schließlich den englischen Ingenieur William Lindley für sich, der als Experte das Gaswerk flutsicher neugestaltete. Ab 1846 lieferte die Gasanstalt auf dem Grasbrook zuverlässig Energie in das schnell wachsende Netz für Licht und Wärme. 1870 wurden bereits 9.000 Gaslaternen in Hamburg beleuchtet.
Anders als heute kam bis zum Jahr 1930 kein Erdgas im Hamburger Gasnetz zum Einsatz. Erste Erdgasvorkommen wurden erst 1910 in den Vierlanden entdeckt. Sogenanntes Stadtgas kam aus mehreren Gasanstalten in Hamburg. Es entstand aus Kohle in einem trockenen Destillationsverfahren und wurde in riesigen Gasometern gespeichert. Sein Hauptbestandteil war zu 50 Prozent Wasserstoff – ein Gas, das heute dank umweltfreundlicher Elektrolyse als Treibstoff der Zukunft gilt.

Insgesamt 137 Jahre lang erleuchteten Gaslaternen Hamburgs Straßen. 1981 wichen die letzten Lampen elektrischen Leuchten. Erdgas ersetzte ab 1964 nach und nach das Stadtgas: 1977 schloss die letzte Stadtgas-Produktionsstätte in Kattwyk.

„Zum Tag des Lichts erinnern wir an eine langjährige zuverlässige Gasbeleuchtung in Hamburg“, sagt Udo Bottlaender, Technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg. „Auch ohne Gasbeleuchtung bleibt das Gasnetz die wichtigste Infrastruktur für leitungsgebundener Energie. 21 Milliarden Kilowattstunden Energie liefert das Netz jährlich an Haushalte und Unternehmen – nur 12 Milliarden Kilowattstunden kommen als Strom in die Häuser.“ Mit dem Licht auf Hamburgs Straßen hat das Gasnetz Hamburg in seiner 175-jährigen Historie einen wichtigen Akzent gesetzt. Heute stehen der Wärmebedarf und die energieintensiven Industrien der Stadt im Mittelpunkt – und zunehmend die Kraft-Wärme-Kopplung.

 

Pressekontakt:

Bernd Eilitz
040 – 23 66 – 35 07
presse@gasnetz-hamburg.de