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Tag des Friedhofs am 21. und 22. September

Gedenken an Gasometer-Brand vor 110 Jahren

• Gedenktag im Jubiläumsjahr 175 Jahre Gasnetz Hamburg
• Gasometerbrand auf Großem Grasbrook vor 110 Jahren
• Erinnerungsstätte auf Ohlsdorfer Friedhof

Der Bund deutscher Friedhofsgärtner hat am 21. und 22. September 2019 zum „Tag des Friedhofs“ aufgerufen. Gasnetz Hamburg erinnert zu diesem Anlass an die größte Katastrophe in der 175-jährigen Geschichte der Hamburger Gasversorgung. Vor 110 Jahren, am 7. Dezember 1909, war Europas größter Gasbehälter auf dem Großen Grasbrook beim Befüllen eingestürzt und in Brand geraten. Bei dem Unglück kamen 20 Gas-Arbeiterinnen und -Arbeiter ums Leben. Eine historische Gedenkstätte auf dem Ohlsdorfer Friedhof erinnert an die Opfer.

Für die Belegschaft der städtischen Gasnetz Hamburg GmbH ist der Tag des Friedhofs auch ein Tag des Innehaltens und Gedenkens. Im Jahr des 175-jährigen Bestehens der Hamburger Gasversorgung hat Gasnetz Hamburg seine Geschichte aufgearbeitet und jüngst in einer Ausstellung im Hamburger Rathaus präsentiert. Die historische Gedenkstätte auf dem Friedhof Ohlsdorf war bereits 2018 instandgesetzt worden. Sie lag in Vergessenheit geraten unter Büschen und war 2017 wiederentdeckt worden. 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gasnetz Hamburg hatten die Gedenkstätte in ihren ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Freiwilligen hatten rund 300 Arbeitsstunden geleistet. An der Gedenkstätte lädt heute eine vom Unternehmen gestiftete Bank zum Verweilen ein.

„In unserem Jubiläumsjahr wollen wir auch an die dunklen Stunden erinnern, die unsere Vorgänger beim Ausbau der Gasinfrastruktur überstehen mussten“, sagt Udo Bottlaender, Technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg. „Denn ihrem Einsatz verdanken wir heute Fortschritt, Wohlstand und ein Versorgungsnetz, das wechselnden Anforderungen folgt und sogar heute beim Klimaschutz seine zentrale Bedeutung beibehält.“

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war das Gasnetz eine hochmoderne Errungenschaft für die Industrie und die Bürgerinnen und Bürger Hamburgs. Es versorgte Gewerbe und Fabriken, beleuchtete Straßen und wärmte Wohnungen. Ab 1844 war das Stadtgasnetz in der Hansestadt schnell gewachsen, Europas größter Gasbehälter auf dem Großen Grasbrook sollte Vorräte vor allem für die kalten Tage anlegen. Doch nur zehn Tage nach seiner Inbetriebnahme brachen schwach dimensionierte Eisenträger. Wassermassen aus dem Bassin im Fundament des 71 Meter hohen Gasometers überfluteten das Werksgelände, gespeichertes Stadtgas geriet in Brand. Für 16 der 20 Opfer, die nicht in Familiengräbern beigesetzt wurden, schufen die Gaswerke auf dem Ohlsdorfer Friedhof eine rund 70 Quadratmeter umfassenden Grabanlage. Sie war Gedenk- und letzte Ruhestätte zugleich. 

Kokereien und Gasometer sind heute Geschichte; ebenso die Gasanstalt auf dem Großen Grasbrook. Die Fläche ist heute Teil der neuen HafenCity. Das Gasnetz transportiert längst Erdgas und zunehmend grünes Gas wie Bio-Methan und Wasserstoff. Die Gedenkstätte in Ohlsdorf ist eng verknüpft mit der frühen Entwicklung der Gasversorgung in Hamburg. Die Grabanlage liegt bei Kapelle 7 und Gärtnerei 7 in den Koordinaten AF 19 des Friedhofsplans.

Pressekontakt:

Bernd Eilitz, Tel.: 040 – 23 66 – 35 07