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Gelungene Integration, qualifizierte Ausbildung

Senatorin Melanie Leonhard besucht Gasnetz Hamburg
  • Pro Jahr 15 Ausbildungsplätze bei Gasnetz Hamburg
  • Bewerbungsphase für Ausbildungen ab 2019 gestartet
  • 15 Prozent Migranten und Flüchtlinge unter den Azubis

Aus Geflüchteten werden qualifizierte Fachkräfte: Gasnetz Hamburg verbindet die Integration von Migranten mit umfassender Förderung und Ausbildung. Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Arbeit, Soziales, Familie und Integration, machte sich am Freitag selbst ein Bild von den Qualifizierungsmaßnahmen beim städtischen Netzbetreiber und besuchte dessen Ausbildungswerkstatt. Gleichzeitig startet das Unternehmen die Bewerbungsphase für Ausbildungen ab 2019.

Gasnetz Hamburg bildet pro Jahr rund 15 junge Menschen aus. Das Unternehmen deckt dabei nicht nur den eigenen Bedarf an Nachwuchskräften, sondern fördert auch junge Menschen mit begrenzten Chancen am Ausbildungsmarkt. Spezielle Einstiegsqualifizierungsprogramme helfen all jenen, die nach der Schule keinen Ausbildungsplatz finden – oder als Geflüchtete nach Deutschland kommen und sich für die Ausbildung in Deutschland qualifizieren möchten. Gasnetz Hamburg schreibt Erfolgsgeschichten – gemeinsam mit den jungen Menschen. Grund genug für Melanie Leonhard, sich vor Ort über das Thema Integration am Arbeitsplatz zu informieren.

Zaher Barikzai (19) und Alireza Zamani (20) flohen aus Afghanistan nach Deutschland und haben die Einstiegsqualifizierung bei Gasnetz Hamburg in Form eines Praktikums erfolgreich absolviert. Seit dem 15. August 2018 sind sie Auszubildende zum Anlagenmechaniker. Für 2019 sucht das Unternehmen erneut Auszubildende über die Website www.gasnetz-hamburg.de/ausbildung.

Senatorin Melanie Leonhard: „Integration gelingt, wenn Verwaltung, Bildungsträger und Unternehmen an einem Strang ziehen und gesellschaftliche Vielfalt als Chance begreifen. Gasnetz Hamburg leistet Integration in einem sehr pragmatischen Sinne: Die technische Ausbildung qualifiziert junge Menschen, bietet ihnen ein Rüstzeug für ein Leben auf eigenen Beinen und ist zugleich ein wichtiger Baustein für die Sicherung von Fachkräften. Darüber hinaus ist das Miteinander mit Kolleginnen und Kollegen ein verlässlicher Beitrag zur Integration.“

„Zwei bis vier Teilnehmer werden pro Jahr in unser Programm aufgenommen“, berichtet Thies Hansen, Vorsitzender des Betriebsrates. In diesem Jahr haben drei junge Nachwuchskräfte die Chance ergriffen, darunter auch erneut ein Geflüchteter. In einem sechs- bis zwölfmonatigen Praktikum werden sie auf die Ausbildung vorbereitet. Thies Hansen: „Wir sind stolz, als Unternehmen einen Beitrag zur Integration zu leisten.“ Darüber hinaus engagiert sich das Unternehmen mit der beruflichen Schule William Lindley bei der Ausbildungsvorbereitung für Migrantinnen und Migranten und unterstützt sozial Benachteiligte im Rahmen der Initiative NEUSTART des Hamburger Ausbildungszentrums e.V. (HAZ).

Udo Bottlaender, technischer Geschäftsführer, betonte das besondere Engagement von Gasnetz Hamburg im Bereich der Nachwuchsförderung. „Unsere Ausbildungsquote im Jahr 2018 liegt bei 11,2 Prozent und damit im Vergleich norddeutscher Unternehmen sehr hoch“, sagt Bottlaender. „Die Auszubildenden sind unsere Fachkräfte von morgen – und die brauchen wir, wenn wir zukunftsfähig sein wollen. Mit den Fachkräften von morgen bereiten wir uns auf wichtige Zukunftsthemen vor, beispielsweise der Integration von Wasserstoff in das Gasnetz.“

Aktuell bildet Gasnetz Hamburg 55 Auszubildende und duale Studierende aus. Im Rahmen der Einstiegsqualifizierung hat das Unternehmen bereits zehn junge Kräfte fit gemacht für die Ausbildung und sie anschließend in reguläre Lehrberufe übernommen. Drei neue Praktikanten begannen jetzt im November ihre Einstiegsqualifizierung. Von den derzeitigen Azubis kamen 15 Prozent als Migranten oder Flüchtlinge nach Deutschland, darunter Nachwuchskräfte aus Afghanistan und Iran.