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Gasnetz Hamburg jetzt Mitglied im HIPS-Netzwerk

Europaweiter Austausch zu Wasserstoff im Gasnetz

• Wasserstoff-Wissensplattform aus Netzbetrieb und Industrie
• Verständigung über Technologieeinsatz auf europäischer Ebene
• Neueste Erkenntnisse fließen in Hamburger H2-Strategien

Hamburg-Tiefstack/ Leipzig. Die stadteigene Gasnetz Hamburg GmbH ist jüngstes Mitglied im Wasserstoff-Forschungsverbund HIPS-NET (Hydrogen in Pipeline Systems – Network). In dem europaweiten Netzwerk haben sich fast 40 Organisationen und Unternehmen zusammengeschlossen, um ein gemeinsames europäisches Verständnis über die Wasserstoff-Eignung bestehender Gasnetze und Verwendungstechnologien zu schaffen. Zu den Partnern zählen unter anderem Shell, Volkswagen und DEA, aber auch internationale Transportnetzbetreiber wie Open Grid Europe oder der Zertifizierer DNV GL.

Unter dem Dach der European Gas Research Group (GERG) in Brüssel dokumentiert das HIPS-NET alle verfügbaren Informationen über die Wasserstoff-Eignung von Gasnetz-Komponenten aus laufenden und abgeschlossenen Projekten. Die Netzwerkpartner tauschen sich regelmäßig in Workshops und Dokumentationen zu den gewonnenen Erkenntnissen aus. Dieses Wissen ermöglicht strategische Entscheidungen über die künftige Nutzung von Wasserstoff in Gasnetzen sowie im weiteren Umfeld. Das Netzwerk ist in Deutschland bei der DBI Gas- und Umwelttechnik angesiedelt, einem Forschungs- und Beratungsunternehmen des Gas-Fachverbands DVGW.

Gasnetz Hamburg will durch seine Mitgliedschaft im HIPS-NET den Erfahrungsaustausch mit anderen Akteuren und Institutionen der Wasserstoff-Technik intensivieren. Dabei steht ein gemeinsames Verständnis über die Möglichkeiten der Wasserstoff-Beimischungen im bislang von Erdgas dominierten Versorgungsnetz im Mittelpunkt. Wasserstoff bietet hier die Möglichkeit, erneuerbare Energien im Gasnetz zu nutzen. Der Beitrag zum Klimaschutz ist dabei erheblich: In Hamburg beispielsweise beziehen Haushalte und Industrie ihre leitungsgebundene Energie zu fast zwei Dritteln (21 Milliarden Kilowattstunden) über das Gasnetz. Nur rund ein Drittel (12 Milliarden Kilowattstunden) kommen als Strom ins Haus. Um das Klimaschutzpotenzial der Gasversorgung auszuschöpfen, geht Gasnetz Hamburg nun mit seinem Engagement für Wasserstoff voran.

„Als Partner im HIPS-NET teilen wir Wissen und Erfahrung für die Wasserstoff-Nutzung mit anderen Unternehmen und erhalten dadurch zugleich Einblicke in die neuesten Forschungsprojekte“, sagt Udo Bottlaender, Technischer Geschäftsführer bei Gasnetz Hamburg. „Dieser Austausch wird uns dabei helfen, für eine Wasserstoff-Strategie in Hamburg stets den neuesten Stand der Technik zu berücksichtigen. So finden wir Lösungen, um Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Sinne der Verbraucher zu ermöglichen und das Gasnetz zukunftsfähig zu entwickeln.“

„Wasserstoff ins Gasnetz einzuspeisen ist ein wirtschaftlicher Weg, den Klimaschutz bei energieintensiven Anwendungen wie Heizungen und Industriewärmeprozessen voranzutreiben“, sagt Gert Müller-Syring, Wasserstoffexperte bei DBI Gas- und Umwelttechnik und HIPS-NET-Mitbegründer. „Wir freuen uns, dass sich mit Gasnetz Hamburg ein Großstadt-Gasnetz unserem Netzwerk angeschlossen hat. Hamburg hat geografisch wie technisch hervorragende Voraussetzungen, um mit Wasserstoffeinspeisungen einen erheblichen Klimaschutzbeitrag zu leisten.“