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Fachverband DVGW tagt bei Gasnetz Hamburg

Wasserstoff-Einsatz und andere Gasthemen im Fokus

• Zukunftsthema erneuerbare Energie im Gasnetz
• Gasnetz als „evolutionäre Infrastruktur“
• Erkenntnisse aus Wissenschaft und Technik für Hamburg

Hamburg-Tiefstack. Die Gasnetz Hamburg GmbH ist kommende Woche Gastgeber einer hochkarätigen Fachtagung: Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutieren bei der DVGW-Arbeitssitzung Gas die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Gasversorgungstechnik. Der DVGW (Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V.) ist eine technisch-wissenschaftliche Institution der Gas- und Wasserwirtschaft, die unter anderem verbindliche Regelwerke zur Sicherheit und Zuverlässigkeit der Gasversorgung erarbeitet. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am Hauptsitz von Gasnetz Hamburg in Tiefstack stehen Innovationen wie ein schrittweiser Ausbau bestehender Gasnetze für erneuerbar produzierten Wasserstoff.

Wasserstoff (H2) ist zentrales Innovationsthema vieler Großstädte. Denn anders als Erdgas lässt sich H2 per Elektrolyse aus Wind- und Solarenergie gewinnen. Doch die Umstellung bestehender Versorgungsnetze ist eine Herausforderung für die Betreiber. Denn die angeschlossenen Kunden benötigen Gasgeräte, die mit dem neuen Brennstoff betrieben werden können. Michael Dammann, Geschäftsbereichsleiter und Verfahrenstechnik-Ingenieur bei Gasnetz Hamburg, präsentiert das Konzept einer „evolutionären Infrastruktur“. Hamburg kann damit den Umstieg auf erneuerbare Energien im Gasnetz in mehreren Innovationsschritten vollziehen. Eine Beimischung von geringen Mengen Wasserstoff ist bereits heute ohne technische Umbauten der Gasgeräte umsetzbar. Neubau-Areale können parallel bereits mit höherem H2-Anteil versorgt werden – so können Städte nach und nach die neue Technologie einführen. Der Beitrag zum Klimaschutz wäre erheblich: Hamburgs Haushalte und Industrie beziehen ihre leitungsgebundene Energie zu fast zwei Dritteln (21 Milliarden Kilowattstunden) über das Gasnetz. Nur rund ein Drittel (12 Milliarden Kilowattstunden) kommen als Strom ins Haus.

Mit dem Thema Wasserstoff-Einspeisung befasst sich darüber hinaus der Vortrag von Gert Müller-Syring. Der Experte des Forschungsunternehmens DBI Gas- und Umwelttechnik entwickelt mit über 30 europäischen Partnern einen gemeinsamen Wissenstand zur H2-Verträglichkeit von Erdgasinfrastrukturen. Ziel dabei ist, Wasserstoff als regenerative Energie zu etablieren.

„Während die Politik den Rahmen zur Energiewende gestaltet, muss die Umsetzung von den Versorgungsunternehmen wahrgenommen werden“, betont Dr. Torsten Birkholz, Geschäftsführer der DVGW-Landesgruppe Nord. „Engagierte Unternehmen wie Gasnetz Hamburg unterstützen mit ihrer DVGW-Gremienarbeit die praktische Umsetzung von Zukunftsthemen wie den Wasserstoff-Einsatz in bestehenden Gasnetzen und gehen so mit nachhaltigen Lösungen als Vorbild für andere Städte voran.“

„Der Dialog mit Fachleuten hilft uns, die eigene Erfahrung mit den Erkenntnissen aus der Wissenschaft und von anderen Unternehmen zu bündeln“, sagt Udo Bottlaender, technischer Geschäftsführer der Gasnetz Hamburg GmbH. „Gerade beim Thema Wasserstoff werden wir Energielösungen auf dem neuesten Stand der Technik bereitstellen, die Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und Nachhaltigkeit optimal verbinden. Dafür brauchen wir die Expertise möglichst vieler Akteure, denen der DVGW eine herausragende Plattform bietet.“